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Thema: Ab wann ist der Mensch ein Mensch? (http://www.enthinderung.de/topic.php?id=458)


Geschrieben von: Autist am: 26.09.15, 15:55:56
Diese Frage bewegt seit Jahrzehnten die Gemüter. Manche meinen, solange ein Kind nicht geboren worden sei, sei es ein Teil der Mutter. Und "mein Bauch gehört mir".

Wenn es nach dem Bundesverfassungsgericht geht, dann entsteht der Mensch mit der Zeugung. Vorteil dieser Definition ist ihre Klarheit. Andere Definitionen sind schwer fassbar und laden dazu ein die Grenze zu verschieben, nachdem der Damm einmal gebrochen ist.

Es ist richtig, wenn darauf hingewiesen wird, daß eine Schwangerschaft erhebliche Auswirkungen für Frauen hat. Hieran klammert sich meistens die Argumentation von feministischer Seite, wobei kaum jemand der so argumentiert in der Lage zu sein scheint eine Abwägung von Grundrechten vorzunehmen.

Unsere Gesellschaft findet es verwerflicher einen Menschen zu töten, als ihn zu verletzen. Man muß sich also auch fragen, wieso der Tod eines menschlichen Lebewesens aufgewogen werden können sollte durch ein Interesse an körperlicher Unversehrtheit.

Biologisch gesehen ist es ein Fakt, daß alle Menschen von Frauen geboren werden. In Zeiten billig werdender und im Umlauf kaum kontrollierbarer diagnostischer Tests rückt daher die Frage der Selektion in den Vordergrund.

Kann diese Geesellschaft wollen, daß alleine Frauen willkürlich entscheiden, welche Kinder mit welchen vermeintlichen Eigenschaften sie bekommen möchten und welche nicht? Kann eine Gesellschaft kulturell willkürlichen Vandalismus im menschlichen Genom verhindern ohne auch Abtreibungen wieder zu verbieten? Kann ein verantwortungsvoller ernstzunehmender Mensch leugnen, daß es in diesen Fragen nicht nur um individuelle Interessen heute geborener Menschen geht?